Orchesterverein Stuttgart e.v.
© Martin Stollberg
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Presseinformation - 14.05.2012

Sphärische und glanzvolle Klänge
Alpirsbach

Von Gabriele Adrian
Ein Konzerterlebnis besonderer Art bescherten die Singakademie Stuttgart unter der Leitung von Stefan Weible und der Orchesterverein Stuttgart mit seinem Dirigenten Alexander G. Adiarte dem Publikum in der Alpirsbacher Klosterkirche. Gemeinsam hatten die Verantwortlichen ein Programm zusammengestellt, das unterschiedlicher nicht hätte sein können, inhaltlich aber durch das Instrument der Orgel an Kirchenräume gebunden ist. So erklang zunächst das Konzert in g-Moll für Orgel, Streicher und Pauke des französischen Komponisten Francis Poulenc. Poulenc gilt als Vertreter moderner Musik, er war 1936 der katholischen Kirche beigetreten und entdeckte auch die Orgel als Instrument für seine Kompositionen. Mit einem schrill anmutenden Akkord eröffnete die Orgel im Andante das musikalische Geschehen. Das Orchester, bestehend aus etwa 40 Streichern und Pauker, antwortete mit zarten, sphärisch anmutenden Klängen und zeigte so die Unterschiedlichkeit und Spannung, die sich durch das ganze Werk zog. Wer als Zuhörer versuchte, die Musik einer bestimmten Richtung zuzuordnen, musste scheitern, erklangen doch neben durchaus romantischen Tönen auch Weisen, die an Zigeuner- oder Jahrmarktmusik erinnerten und eben auch hauptsächlich an moderne Kompositionen. Joonho Park an der Orgel meisterte wunderbar seinen schwierigen Part, wenn er sich auch im Zusammenspiel mit dem Orchester nicht immer energisch genug durchsetzen konnte. Einen eindrucksvollen Kontrapunkt setzte die Pauke, die die Musik wirkungsvoll unterstrich. Zarte Teile, disharmonische atonale Einschübe und wechselnde Tempi erforderten von allen Musikern höchste Konzentration und größte Aufmerksamkeit. Mit ruhiger Hand führte Dirigent Alexander Adiarte durch das spannungsreiche Konzert. Es folgte "Rogate", ein dreiteiliger Zyklus für Chor, Orgel und Kontrabass von Heinz Werner Zimmermann. Großartig intonierte die Singakademie Stuttgart, bestehend aus je 20 meist jungen Sängerinnen und Sängern, drei Motetten, von denen die erste inhaltlich zunächst zum Dank an Gott aufruft, weiter zum Gebet ermahnt und im dritten Teil bittet: "Werft euer Vertrauen nicht weg." Unter der Stabführung von Stefan Weible ertönte der Gesang andächtig, eindringlich, ausdrucksvoll und sehr gut verständlich. Schön harmonierten die Stimmen der Sänger, an der Orgel begleitete einfühlsam Ulrich Wermelskirchen, und Ulrich Feige spielte den Kontrabass. Nach kurzer Pause wurde als Höhepunkt die Messe C-Dur, opus 86 von Ludwig van Beethoven für Soli, Chor und großes Orchester aufgeführt. Die Messe, in denen die Stimmen der Solisten Miyeon Baek, (Sopran), Carmen Seibel (Alt), Ewandro Stenzowski (Tenor) und Johannes Mooser (Bass) überwältigend zusammen mit Chor und Orchester erklangen, begann im Kyrie mit einem schlichten, lyrisch anmutenden Bittgesang, wartete im Credo mit akkordischem Chorgesang und strahlendem Bläserglanz auf und rührte im zu Herzen gehenden gemeinsamen "Agnus dei" das Publikum. Den großen Applaus hatten sich Dirigent, Chorleiter, Solisten, Orchester und Chor wahrlich verdient.

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