Orchesterverein Stuttgart e.v.
© Martin Stollberg
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Presseinformation - 07.03.2012

Die andere Hälfte der Persönlichkeit
Ballett - Der Orchesterverein und Tänzer brillieren in Stuttgart.

Von Petra Mostbacher-Dix

Leise schlagen die Glocken, während Bläser, Geiger und Cellisten sich aufmachen zum Endspurt. Noch einmal erklingt das Promenadenmotiv, das Läuten kehrt zurück und mündet nach gewaltiger Klangpassage im monumentalen Schlussakkord. Der Orchesterverein hat „Das große Tor von Kiew“ durchschritten. Es ist das letzte Bild des Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“, das Modest Mussorgski 1874 seinem verstorbenen Freund, dem Maler Viktor Hartmann, widmete.

Die Amateurmusiker haben es in der orchestrierten Fassung von Maurice Ravel gegeben und mit ihrem ruhig, bestimmt agierenden Ehrendirigenten Fritz Roth Beachtliches geleistet. Es war der Auftakt des Abends „Musik und Ballett“ im Hegelsaal: Regelmäßig arbeitet der Orchesterverein mit Tänzern des Stuttgarter Balletts, charmant unprätentiös, ohne Kulisse und oft überraschend wie auch an diesem Abend.

So folgt nach Crankos anspruchsvollem Neoklassiker „Hommage au Bolshoi“, getanzt von Sue Jin Kang und Jason Reilly, die Uraufführung „Pollution“, in der Louis Stiens sein Choreografietalent beweist. Wie Elisa Badenes und Robert Robinson in Hemdchen und zunächst mit Plastiktüte auf dem Kopf zu Samuel Barbers „Adagio for Strings“ den Zustand der Welt beklagen, das geht unter die Haut. Ebenso David Moores und Brent Parolins Auftritt: in Demis Volpis „Fingerspitzengefühl“ zur „Psycho“-Suite von Hitchcocks Leibkomponisten Bernard Herrmann tasten sie sich ab, als wollten sie die andere Hälfte der eigenen Persönlichkeit loswerden.

Wunderbar kraftvoll verschiebt Katja Wünsche ihre Gliedmaßen gegeneinander in Marco Goeckes „In sensu“, begleitet von der Sopranistin Anna Manasyants, die Vivaldis „Agitata da due Venti“ interpretiert. Mit Verve indes zeigen Alicia Amatriain und Jason Reilly in Douglas Lees „Fanfare“, zu welchen Umschlingungen und Biegungen der menschliche Körper fähig ist, während der Pas de Deux „Diana und Acteon“ der Tanzpädagogin Agrippina Vaganovas schließlich russische Schule und Körperbeherrschung demonstriert: Daniel Camargo und Elisa Badenes brillieren mit Drehungen und enormen Sprüngen, was hernach in ein Grande Finale aller und eines gelungenen Abends mündet.

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