Orchesterverein Stuttgart e.v.
© Martin Stollberg
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Presseinformation - 21.10.2010

Vergnügliches Einvernehmen
Konzert Der Orchesterverein Stuttgart überrascht mit dem Cellisten Daniel Müller-Schott im Beethovensaal.

Von Jürgen Hartmann
Wer sich mit Edward Elgars Cellokonzert befasst, kommt an Jacqueline du Pré nicht vorbei. So sehr wird die früh verstorbene Virtuosin der sechziger Jahre mit dem wohl berühmtesten Werk des englischen Komponisten identifiziert, dass heutige Interpreten fast automatisch mit ihr verglichen werden. Auch im Programmheft des Orchestervereins, der dieses Werk neben Peter Tschaikowskys fünfter Sinfonie in seinem Herbstkonzert im Beethovensaal musizierte, schwärmt man von der "Trance", in die die engelsgleiche Cellistin damals spielend verfiel, und macht es dem Gastcellisten Daniel Müller-Schott damit nicht einfacher. Der Münchner vom Jahrgang 1976 ist im Gegensatz zu der ätherischen Cellolegende vergangener Zeiten ein Musiker von hier und heute, kollegial inspirierend auch gegenüber einem Klangkörper, der aus Laienmusikern besteht wie der von dem Dirigenten Fritz Roth geleitete Orchesterverein Stuttgart. Müller-Schott vermittelt dem Orchester - in vergnüglichem Einvernehmen mit Roth - immer wieder lebhafte Impulse. So entsteht ein subtiles Zusammenspiel, und der Orchesterverein begleitet den Cellisten aufmerksam und sorgfältig. Daniel Müller-Schott ist mit klarer Tongebung - insbesondere in den sanft abgerundeten hohen Passagen - und wohl dosiertem Vibrato ein Elgar-Interpret, der die lyrische Melancholie des Werkes nicht verleugnet, sie aber nicht in dauernde Düsternis abgleiten lässt, sondern auch Elgars feinen Humor herausarbeitet. Demgegenüber ist Tschaikowskys fünfte Sinfonie ein Stück voller Traurigkeit und Schicksalsmacht, und der groß besetzte Orchesterverein Stuttgart widmet sich dem engagiert und akkurat. Fritz Roth vermeidet harte Kontraste und setzt auf wohltemperierten Schönklang, den seine zahlreichen Streicher und die auch im Solo sensiblen Bläser ihm weitgehend zuverlässig liefern. Dass das Wirken des Orchestervereins Stuttgart ein segensreiches ist, zeigt sich auch an dem großen Anteil junger Leute im Publikum. Die praktische Mitwirkung von Laien am Konzertleben einer Großstadt ist eben mindestens so wertvoll wie lobenswerte musikpädagogische Anstrengungen.

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