Orchesterverein Stuttgart e.v.
© Martin Stollberg
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Presseinformation - März 2010

"MUSIK UND BALLETT"
Zwei Senkrechtstarter:

Von Udo Klebes
Bei der alle zwei Jahre stattfindenden Begegnung des STUTTGARTER ORCHESTERVEREINS mit Tänzern des Stuttgarter Balletts, also außerhalb des regulären Programms der Kompanie, ist diesmal von einer kleinen Sensation zu berichten. Die erst seit dieser Spielzeit aus der Cranko-Schule als Elevin bzw. direkt ins Corps de ballet übernommene Spanierin ELISA BADENES VAZQUEZ und der Brasilianer DANIEL CAMARGO bestritten mit dem großen Pas de deux aus „Don Quijote“ den Schlusspunkt der Veranstaltung und ließen mit der dafür erforderlichen Zündkraft ein Feuerwerk an Leidenschaft abbrennen, das einige der zuvor aufgetretenen Ersten Solisten in die zweite Reihe verwiess und das bis dahin zurückhaltende Publikum in helle Begeisterung ausbrechen ließ. Einen sowohl technisch als auch in der gewissen Präsentation so herausragenden Nachwuchs hat es in der an Talenten gewiss nicht armen Cranko-Schule schon lange nicht mehr gegeben. Da wurden in verblüffender Geschwindigkeit und Großzügigkeit endlos sauber sitzende Pirouetten gedreht, weite Sprünge und hängerlose, teilweise einarmige Hebungen inkl. entsprechender rhythmischer Akzente in einer Attacke präsentiert, die einfach mitreißen musste. Nun bleibt zu hoffen, dass die beiden Jungpflanzen sich gehegt und gepflegt in einem vernünftigen Tempo entwickeln können und nicht schon vorzeitig verbraten werden. Aus dem Programm hervorzuheben sind noch ELIZABETH MASON und MARIJN RADEMAKER, die mit dem Pas de deux des 2. Aktes eine Kostprobe ihrer sicher bald bevorstehenden Rollendebuts in „Giselle“ geben konnten und auch in der noch vorherrschenden Konzentration auf technische Belange vielversprechende Anlagen dafür erkennen ließen. Zusammen mit DOUGLAS LEE zeigte BRIDGET BREINER ihren eigens kreierten Pas de deux „Adagio Assai“, angelehnt an den so untertitelten 2. Satz aus Maurice Ravels G-Dur-Klavierkonzert. Ein intimes, leicht elegisches Stück, in dem das unkonventionellste Erste Solisten-Paar des Stuttgarter Balletts in skulpturellen Hebungen und vielfach den Boden einbezogenen Motionen wie auch abrupt ausfahrenden Armen eine faszinierende Mischung aus abgeklärter Reife und fesselnder Neugier und Spannung zur Wirkung bringen konnte. friedemann vogel bewies sich im Solo „Mopey“ noch einmal als beeindruckend leichter und charismatischer Marco Goecke-Interpret; MATTHEW CROCKARD-VILLA vereinigte sich mit ALESSANDRA TOGNOLONI und MIRIAM KACEROVA wieder zum staunenswert körper-beherrschten „Mobile“ von Christopher Ruud, und ALICIA AMATRIAIN an der Seite von JASON REILLY konnten trotz ihrer persönlichen Ausstrahlung und tänzerischen Erfahrung nicht ganz verhehlen, dass Aurora und Desiré (Pas de deux 3. Akt aus „Dornröschen“) ihre Vorzüge nicht so überzeugend zum Vorschein bringt. Der Orchesterverein mit den beiden bemerkenswert geschliffenen Solo-Interpreten LEONARDO + MATTHIAS FUHRMANN (Klavier und Cello) bildete unter der Leitung seines langjährigen Dirigenten FRITZ ROTH im Rahmen der spieltechnischen Möglichkeiten die weitgehend genau auf die tänzerischen Bedürfnisse abgestimmte musikalische Basis. Bereits im ersten Teil stimmten sie mit den beiden „L’Arlésienne-Suiten“ von Georges Bizet auf den vom Tanz geprägten Abend ein.

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