Orchesterverein Stuttgart e.v.
© Martin Stollberg
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Presseinformation - 24.02.2010

Nur der Zauberwald wird vermisst
Das Stuttgarter Ballett und der Orchesterverein geben einen Galaabend.

Von Claudia Gass
Es ist eine schöne Tradition, dass der Orchesterverein und Tänzer des Stuttgarter Balletts einmal im Jahr zusammentreffen - ohne großes Drumherum wie Ausstattung oder Conférence. In einer Ballettvorstellung bietet sich üblicherweise kaum einmal die Gelegenheit, Orchester und Tänzer gemeinsam auf der Bühne zu sehen; das und die kleinen Preziosen, ungewöhnliche Besetzungen oder Stücke, Debüts, manchmal eine Neukreation, die es im Tanzteil immer wieder zu entdecken gibt, machen den besonderen Reiz der Veranstaltung aus. Fritz Roth, der Dirigent des Orchestervereins, führte im ersten Teil des Programms, den seine mit Verve und auf sehr hohem Niveau spielenden Musikamateure ohne die Tänzer bestritten, souverän durch Bizets in dramatischen musikalischen Farben funkelnde "L"Arlésienne"-Suiten. Choreografische Novitäten waren dieses Mal im Hegelsaal nicht aufgeboten. Dafür Bridget Breiners in Stuttgart bislang nur bei der Geburtstagsgala für Reid Anderson gezeigtes, wunderbares "Adagio Assai" zu einem Klavierkonzert von Ravel, das die Choreografin selbst im Duett mit Douglas Lee tanzte. Der Pianist Leonardo Fuhrmann und das Orchester begleiteten das Paar einfühlsam. Gemessen an dem emotional grundierten Tanzstück ließ einen die Ballettakrobatik von Christopher Ruuds "Mobile" eher unberührt. Aber den artistischen Balance- und Verbiegungskünsten von Matthew Crockard-Villa, Alessandra Tognoloni und Miriam Kacerova schaute man trotzdem gerne zu. Auch Marco Goeckes fürs New York City Ballet kreiertes "Mopey" zu Musik von C. Ph. E. Bach gehört üblicherweise nicht zum Repertoire des Stuttgarter Balletts. In der frühen Choreografie sind die sonst für seinen Stil typischen geheimnisvoll seismografisch Stimmungen und Gefühle vermittelnden Körperziselierungen und -zuckungen noch nicht so ausgeprägt; das Solo wirkt virtuoser und formaler als andere Stücke des Choreografen. Friedemann Vogel erwies sich wieder als fabelhafter Interpret seiner Tanzsprache. Die Freunde der puren Ballettklassik kamen ebenfalls auf ihre Kosten. An der Seite von Jason Reilly bezauberte Alicia Amatriain mit natürlichem Lächeln und makellosen Arabesken in einem Pas de deux aus "Dornröschen". Equilibre und Anmut muss auch eine Giselle-Darstellerin mitbringen. Elizabeth Mason und Marijn Rademaker entführten mit technischen Finessen und zartem Gefühl in die Welt dieses Ballettklassikers, auch wenn sich die Atmosphäre eines romantischen nächtlichen Zauberwalds im nüchternen Ambiente des Hegelsaals nicht so recht einstellen wollte. Galastücke wie Ausschnitte aus "Don Quichotte" sind meist den Solisten vorbehalten. Nicht so an diesem Abend: Elisa Badenes Vazquez und Daniel Camargo, sie Elevin, er frisch von der John-Cranko-Schule ins Corps de ballet gekommen, überraschten mit ihrer für so junge Tänzer wirklich hervorragenden, mit keckem Temperament präsentierten Darbietung.

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