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© Martin Stollberg
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Stuttgarter Nachrichten - 23.03.2007

Aushängeschild der Stadtkultur
Festkonzert des Orchestervereins

Von Hermann Wilske
Bei Franz Schuberts großer C-Dur-Sinfonie kann man im Beethovensaal einen Kontrabassisten beobachten, der bei größter Konzentration stumm seine Pausentakte mitzählt. Dergleichen ist im Stuttgarter Orchesterverein kein Einzelfall. Niemand, der hier mit abgeklärter Routine seinen Job erledigt. Ganz im Gegenteil. Wie viele Proben müssen notwendig gewesen sein, um zu jenem einvernehmlichen Miteinander zu gelangen, das unter der umsichtigen Leitung von Fritz Roth in der Liederhalle hörbar wurde! Keiner an diesem Abend, der ganz im Zeichen des 150-Jahr- Jubiläums des Orchestervereins stand, der nicht sein Bestes gegeben hätte. Und wo so viel Identifikation mit dem eigenen Tun wirksam wird, da gab es selbst in Schuberts schwierigem Kopfsatz große Entwicklungsbögen, einen stetigen Fluss des Melos. Und wenn man tatsächlich einmal ein Crescendo allzu rasch realisierte, dann war dies allein der unbedingten Passion geschuldet, mit der die Musiker an diesem Abend zu Werke gingen. Fast schien es in den beiden schnellen letzten Sätzen, als sei diese Sinfonie gleichsam eine Klang gewordene Apotheose einer Tradition von Laienmusikkultur, die für die kulturelle Identität einer Stadt ebenso bedeutsam ist wie hoch subventionierte A-Orchester. Gerade in den Konzerten des Stuttgarter Orchestervereins wird nämlich das Recht auf musikalische Hochkultur von einer Publikumsklientel wahrgenommen, welche sich eher außerhalb der üblichen Abonnements bewegt - man denke nur an die vielen jugendlichen Besucher an diesem Abend. In Johannes Brahms" Doppelkonzert waren mit Daniel Müller-Schott (Violoncello) und der Geigerin Arabella Steinbacher zwei Solisten allererster Güte zugegen, die mit ihrer musikalischen Zwiesprache zugleich das gesamte Orchester zu einer Gestaltungseinheit formten. Insbesondere Arabella Steinbacher faszinierte durch feine, hoch delikate Töne, eine Intensität in leisen Stärkegraden, die ihresgleichen sucht. Man täte in Stuttgart gut daran, sich dieser Geigerin, die durch ihr natürliches Charisma besticht, bald wieder auf den Konzertpodien zu versichern.

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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

E-Mail:  karten@orchesterverein.de

Eintrittspreise:

Für das Sonderkonzert am 15. April im Beethovensaal der Liederhalle Stuttgart: 35€, 28€, 20€, 14€, ermäßigt jeweils die Hälfte

Für die Konzerte im Beethovensaal der Liederhalle Stuttgart
30€, 25€, 18€, 12€, ermäßigt jeweils die Hälfte

Für die Konzerte im Turmsaal der Musikhochschule Stuttgart
20€ (unnummerierte Plätze) ermäßigt 10€


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